Dieses Forschungsprojekt untersucht, wie die Nutzung von Smartphones in alltäglichen Situationen soziale Beziehungen, Interaktionen und das individuelle Wohlbefinden beeinflusst. Die Studie ist eine Kooperation der Charlotte Fresenius Hochschule (CFH) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).
Hier erfahren Sie, welche Ziele wir verfolgen, welche Methoden wir einsetzen und wie Sie selbst an der Studie teilnehmen können.
Jetzt anmelden und Teil der Studie werden!
Der Name unserer Studie „WHALE“ (zu Deutsch „Wal“) soll an Wale erinnern: Tiere, die für ihre engen sozialen Strukturen und die intensive Kommunikation innerhalb ihrer Gruppen bekannt sind. Ähnlich wie bei Walen spielen auch in unserem Leben soziale Beziehungen eine zentrale Rolle.
Im Alltag verbringen wir viel Zeit mit anderen Menschen – sei es mit Freund:innen, Kolleg:innen oder der Familie. Gleichzeitig begleitet uns fast ständig das Smartphone: Wir greifen danach, wenn es klingelt, oder ganz automatisch aus Gewohnheit.
Doch wie wirkt sich diese Nutzung auf unsere sozialen Erfahrungen und unser Wohlbefinden aus? Genau das möchten wir mit der WHALE-Studie herausfinden.
Bisherige Forschung hat die Rolle von Smartphones in sozialen Kontexten häufig über Fragebögen untersucht. Die WHALE-Studie geht darüber hinaus: Sie kombiniert klassische Befragungen mit modernen, app-basierten Erhebungsmethoden direkt im Alltag: Experience Sampling und Mobile Sensing.
In der WHALE Studie beschäftigen wir uns mit der Frage, wie das digitale Zeitalter und die Verwendung des Smartphones unsere sozialen Beziehungen und Interaktionen beeinflussen und wofür das Smartphone während sozialer Interaktionen benutzt wird.
Langfristig möchten wir dazu beitragen, ein gesundes und bewusstes Zusammenspiel von digitalen Medien und sozialen Beziehungen zu fördern.
Um das zu untersuchen, nutzen wir moderne digitale Erhebungsmethoden. Die Datenerhebung erfolgt mit der Open Source Smartphone-Forschungsapp WHALE (für Android-Geräte), die speziell für dieses Projekt entwickelt wurde. So können wir Alltagssituationen in dem Moment erfassen, in dem sie tatsächlich stattfinden.
Experience Sampling

Momentaufnahmen im Alltag – „Forschung im Feld“ mit dem Smartphone.
Beim Experience Sampling füllen Teilnehmende mehrere kurze Befragungen über den Tag verteilt auf ihrem Smartphone aus.
Mobile Sensing

Passive Datenerhebung im Hintergrund – Welche Daten werden erfasst?
Beim Mobile Sensing werden die Daten von ausgewählten Sensoren und Technologien des Smartphones genutzt. Mithilfe dieser Daten können wir Rückschlüsse darüber ziehen, wie Menschen ihr Smartphone im Alltag nutzen. Konkrete Inhalte (z. B. von WhatsApp Nachrichten) werden beim Mobile Sensing nicht erfasst.
Wie geht es Ihnen im Moment? Mit wem haben Sie gerade interagiert? Wie haben Sie die Interaktion erlebt?
Mit der Experience Sampling Methode können Sie diese Fragen digital und in Echtzeit am Smartphone beantworten. Somit erhalten wir als Wissenschaftler:innen Momentaufnahmen aus ihrem täglichen Leben. Sie können uns zu Ihrem aktuellen Gefühlszustand oder der Situation, in der Sie sich befinden, einfach und schnell Auskunft geben. Wir möchten verstehen, welchen Effekt Smartphone-Nutzung auf soziale Beziehungen und Ihr Wohlbefinden hat, und zwar genau dann, wenn die Smartphone-Nutzung stattfindet. Auf diese Weise möchten wir herausfinden, welche Empfehlungen in Bezug auf die Smartphone-Nutzung hilfreich und positiv für soziale Beziehungen und das Wohlbefinden sind, für Sie als einzelne Person und für die Gesellschaft.
Ein weiteres Ziel der Studie ist es, die Rolle von Smartphones im Alltag zu untersuchen. Smartphones sind inzwischen ein fester Bestandteil des täglichen Lebens. Sie können unseren Alltag erleichtern – etwa, indem sie ermöglichen, jederzeit mit dem:der Partner:in in Kontakt zu sein oder den Kalender griffbereit zu haben, wenn man Termine nicht auswendig weiß. Gleichzeitig können sie aber auch belastend wirken: Manche Menschen empfinden es als Druck, ständig erreichbar zu sein oder das Gefühl zu haben, dass auch der:die Partner:in immer „auf Abruf“ steht. Mit der Studie möchten wir besser verstehen, welchen Einfluss Smartphones auf unsere Interaktionsqualität und unser Wohlbefinden haben.
In Kooperation haben wir an der Charlotte Fresenius Hochschule mit der Ludwig-Maximilians-Universität München hierfür eine Android-App namens WHALE entwickelt, die speziell auf die besonderen Anforderungen dieses Forschungsprojekts zugeschnitten ist. Diese App ermöglicht es uns, Ihnen fünfmal am Tag eine Benachrichtigung mit einem Kurzfragebogen zu senden.
Unsere alltägliche Nutzung digitaler Technologien wie Smartphones erzeugt zahlreiche digitale Spuren – diese können heute DSGVO-konform zu wissenschaftlichen Zwecken automatisch erfasst werden.
Beim „Mobile Sensing“ wird Studienteilnehmer:innen eine Smartphone-App zur Verfügung gestellt. Diese App fungiert als Forschungsmethode, indem in begrenztem Umfang auf ausgewählte Sensoren und Technologien des Smartphones zugegriffen wird. Mithilfe dieser getrackten Daten können wir Rückschlüsse ziehen, wie Menschen im Alltag ihr Smartphone tatsächlich nutzen, ohne dass Sie aktiv darüber Auskunft geben müssen. Die Datenerfassung läuft dabei automatisiert im Hintergrund ab, während Sie wie gewohnt Ihr Smartphone nutzen und die kurzen Fragebögen beantworten. Diese Methode erreicht dabei eine hohe ökologische Validität – d. h. die Daten entsprechen ziemlich genau Ihrem natürlichen Verhalten und enthalten wenig Verzerrung durch Erinnerungslücken.
In einer Forschungskooperation der Charlotte Fresenius Hochschule und der Ludwig-Maximilians-Universität München ist die Open Source Smartphone-Forschungsapp „WHALE“ entstanden, die speziell auf die besonderen Anforderungen dieses Forschungsprojekts zugeschnitten ist. Diese App ermöglicht es uns, die Smartphone-Nutzung objektiv und automatisiert zu erfassen. Dadurch können wir erfahren, wie lange und häufig Sie Ihr Smartphone nutzen, welche Apps Sie dabei verwenden, ob Sie Anrufe tätigen oder entgegennehmen und ob Sie Nachrichten erhalten oder versenden. Indem wir diese Daten zeitlich mit Daten aus anderen Erhebungsmethoden kombinieren (zum Beispiel mit den Antworten aus den Experience Sampling-Fragebögen), können wir die Fragestellungen unserer Studie beantworten.
Die Forschungsapp „WHALE“ ist zurzeit nur für Smartphones mit Android-Betriebssystem Version 12 oder neuer verfügbar.
Sie nutzen Ihr Smartphone in Ihrem Alltag und haben Lust über kurze Abfragen, Einblicke in Ihre Alltagserlebnisse, Gedanken und Gefühle zu geben? Dann suchen wir Sie!
Worum geht es?
Neben allgemeinen Fragebögen erfragen wir mit Hilfe der Smartphone-Studienapp WHALE innerhalb von 2 Wochen die alltäglichen Erlebnisse und Empfindungen und erheben Daten zur Smartphone-Nutzung. Ihr Zeitaufwand beträgt ca. 15 Min. pro Tag. Sie brauchen dafür nichts weiter als ein privat genutztes Smartphone mit einem Android Betriebssystem (mind. Version 12).
Durch Ihre Teilnahme unterstützen Sie die Wissenschaft und verdienen ganz nebenbei bis zu 20 Euro in Form eines Wunschgutscheins.

Schreiben Sie uns jederzeit an whale@charlotte-fresenius-uni.de wenn Sie bei der Installation nicht weiterkommen.
Um an unserer Studie teilnehmen zu können, sollten Sie die folgenden Kriterien erfüllen:
Smartphone-Nutzer:innen, die im Alltag ein nicht Android-basiertes Smartphone nutzen (z.B. Apple iOS), können an dieser Studie nicht teilnehmen. Sie können sich bei der aktuell stattfindenden Studie LAVA für eine Teilnahme melden.
Sie erhalten eine Aufwandsentschädigung in Form eines Wunschgutscheins oder auf Wunsch auch Versuchspersonenstunden als Psychologie-Studierende der LMU oder CFH.
Voraussetzungen:
Staffelung der Aufwandsentschädigung:
Die Teilnahme an dieser Studie ist freiwillig. Sie können Ihre Teilnahme jederzeit ohne Angabe von Gründen abbrechen, ohne dass Ihnen daraus Nachteile entstehen. Während der Teilnahme haben Sie das Recht, die Löschung Ihrer Daten zu verlangen sowie der Verarbeitung oder Übertragung der Daten zu widersprechen.
Alle erhobenen Daten werden ausschließlich zu Forschungszwecken verwendet. Dabei steht der Schutz Ihrer Privatsphäre an oberster Stelle. Die Daten werden pseudoanonymisiert und sicher auf geschützten Servern gespeichert und können nach Aggregation den einzelnen Personen nicht mehr zugeordnet werden können. Auf diese Weise befolgen wir die Vorschriften der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Sollten Sie sich für eine Anmeldung entscheiden, erhalten Sie dazu weitere Informationen in der datenschutzrechtlichen Aufklärung und Einwilligungserklärung im Rahmen der Anmeldung zur Studie.
Das Projektteam setzt sich aus Mitgliedern der Psychologie und der Informatik zusammen und forscht an der Schnittstelle dieser Disziplinen.
Wenn Sie Fragen zum Projekt oder zur Studienteilnahme haben, schreiben Sie uns gern eine E-Mail.